Manchmal ist es gut sich vor Augen zu führen, welchen Werten man nachgeht. Noch besser, wenn das in dieser visuellen Form passiert

Was passierte am 24. Juli 2010? Nicht an einem bestimmten Ort, sondern auf der ganzen Welt. Bei dieser Frage ging es nicht primär um spektakuläre Ereignisse (auch wenn diese mit der Loveparade-Katastrophe auch ihren Platz haben), sondern um die alltäglichen Dinge. Was unterscheidet das Leben in Europa von dem im Peru an einem stinknormalen Tag? 
Hierfür riefen Youtube und Ridley Scott Menschen auf der ganzen Welt auf, an besagtem Tag ihre Kamera laufen zu lassen und einfach zu filmen, was ihnen vor die Linse kommt. Entstanden ist ein 90minütiger Film, der im Besten Fall unseren Enkeln zeigen kann, wie das Leben Anno 2010 so war.
Seit einiger Zeit findet sich der komplette Film auf der Plattform.

Wer schon immer mal wissen wollte, wie aufwendig es sein kann ein gutes Plakat zu gestalten, kann sich in folgendem Video einen Eindruck verschaffen. Gezeigt wird der gesamte Entstehungsprozess eines Explosion in the Sky Posters.

Seit Jahren, wenn nicht Jahrzehnten, hat sich der Superbowl in den USA als eine Art Maßeinheit für gute Werbespots etabliert. Wer was auf sich hält und das nötige Kleingeld hat, zeigt was er oder seine Agentur so kann. Auch dieses Jahr sind einige Perlen dabei gewesen. Hier die Top 5:
1. Chevy

2. VW

3. Bud Light

4. Audi

5. Danone

Eine Gesamtübersicht hat Horizont zusammengestellt.

Abriss mal anders.


3 Typen, die in 44 Tagen durch 11 Länder Reisen und dabei 38.000 Meilen zurücklegen. Soweit so gut. Das zu Filmen wäre jetzt auch noch keine Revolution. Aber das SO zu filmen dann irgendwie schon. Gelungenes Video.

Wolfgang Amadeus Phoenix.
2 lange Jahre auf Tour begleitet von dem Regisseur Antoine Wagner, der auch das Liztomania Video verantwortet hat.
Dabei heraus gekommen ist folgende sehr sehenswerte Tourdoku, die scheinbar vor kurzem auf Arte France ausgestrahlt wurde. Vielleicht ja auch bald in Deutschland offiziell zu sehen. 
Ich hatte übrigens die Gelegenheit Phoenix 2009 auf besagter Tour im Frankfurter Cocoon (der Technoschuppen von Sven Väth) zu sehen. Es war wirklich wirklich großartig. 
“From a Mess to the Masses”

*Update: So schnell kann es gehen. Schon wieder offline. Also auf Arte warten!

Eigentlich sollte das hier ein Beitrag über 24h Stunden Stuttgart, komprimiert in 10 Minuten Film, sein. Seit ein paar Tagen haben die Macher dieses Videos aber ein neues Projekt ins Internet gestellt. Und das finde ich noch einen Ticken besser.
200.000 Einzelfotos (!) fix zusammengesetzt. Da hatte jemand Langeweile, die sich gelohnt hat ;)
Aber über eine Sache müssen wir uns nochmal unterhalten liebe Stuttgarter: Rummel gibt es genauso wenig wie Fasching. Es heißt Kirmes. Und Karneval. Punkt.

Ach was soll der Geiz, hier auch noch die 24h.

Arte widmet sich New York. Soweit, so nicht neu. 
Jetzt widmet sich Arte allerdings 12 Themengebieten und untersucht diese auf neueste Trends. Spannend anzuschauen, spannend mitzuerleben.
Hier kann man sich die Filme anschauen.

Paris bei Nacht. Hat man schonmal gesehen, so ist das nicht. Und irgendwann geht einem der Eiffelturm dann ja doch auf den Sack. Wer Paris aber mal von einer anderen Seite sehen möchte, schaut sich dieses Video an. Natürlich auch mit bombastischer Musik hinterlegt. 

Ps: Der Eiffelturm taucht übrigens nicht auf.

Ich weiß noch immer nicht, wie ich die gesamte Aktion bewerte. Auf der einen Seite finde ich das alles etwas albern und zu gewollt. Aber wenn ich mir dieses Video ansehe, dann überwiegt doch die Atmosphäre, die einmalig scheint.
Worum geht es denn eigentlich? Letzte Woche Samstag trafen sich mehr als eine handvoll Leute zum Dinner en blanc, ganz in weiß gekleidet und mit Tischen, Stühlen und einem Drei-Gänge-Menü bewaffnet in Düsseldorf um vor der Kulisse des NRW Forums gemeinsam an diesem Flashmob teilzunehmen. Das ganze wurde nur über eine eigens eingerichtete Facebook Seite kommuniziert und der Ort (nach dem Vorbild zahlreicher anderer “Dinner en Blanc” in der ganzen Welt) ebenso erst kurz vorher bekannt gegeben. 
Aber am besten verschafft man sich selbst einen Eindruck mit dem schon angesprochenen Video, das man auch hier findet.

Radiohead. Eine der Bands meiner Jugend. Die mich einmal sogar so weit trieben ein Konzert alleine zu besuchen, weil ein Kumpel im letzten Moment absprang. Ein besonderes Konzert, ein besonderer Moment im Jahr 2003 in Oberhausen.
Seitdem hat sich in der Band viel getan. Vom selbst veröffentlichten Album “In Rainbows” zum Preis, den jeder selbst bestimmen konnte bis hin zu “King of Limbs”, dem neuesten Werk, das erst eine Woche vorher auf der Bandeigenen Homepage angekündigt und dann sogar einen Tag früher als vorhergesagt veröffentlicht wurde. Natürlich wieder erstmal nur über die Website, diesmal mit vorher bestimmtem Preis und wie beim Vorgänger ohne Interviews, ohne Promomaschinerie. Einzig ein Video wurde ins Netz gestellt. 
Ich weiß nicht ob es vielleicht genau an dieser Strategie liegt, das mir immer mehr der Zugang zu dieser Musik abgeht. Objektiv handelt es sich unbestreitbar um sehr gute Alben. Aber das Gefühl ist nicht mehr da, wie es bei “Kid A” oder “Hail to the Thief” war, als die CDs nach dem Kauf am Veröffentlichungsdatum wochenlang im heimischen CD-Player oder im Auto steckten. Vielleicht muss es dazu wieder 2003 werden.
Aber genug in Vergangenheit geschwelgt. Denn eigentlich wollte ich daraufhinweisen, dass die komplette “From the Basement” Performance ab jetzt online verfügbar ist. Und das lohnt sich wirklich, ganz abgesehen von Erinnerungen, Objektivität und besuchten Konzerten. Das ist einfach großartig. Ohne Publikum, nur die Musiker und ihre Instrumente. 

Werbung muss nicht aus Prinzip langweilig, einfallslos, dumm oder uninspiriert sein. Von der anderen, der guten, kreativen, tollen Werbung kriegt man nur viel zu selten mit.
Schon etwas länger existiert folgender Spot, der klar in letztere Schublade gehört.

Blinded by the lights. Knapp 2 Mio Aufrufe in 3 Monaten können so falsch nicht liegen. Sehr cooles Video inkl. Langzeitbelichtung, Montreal, Quebec, Toronto, New York und Chicago. Dominic Budreault nimmt sich vor seiner eigentlichen Arbeit die Zeit und erforscht die Drehorte. Ob Google Maps, Street View oder Flickr, schon vorab macht er sich ein Bild von diversen Blickwinkeln.
Unbedingt in HD und Fullscreen schauen.