Gestern Abend machte eine Meldung die Runde, die im ersten Moment etwas überraschend daherkam. Stromberg, bisher nur als Serie bekannt, soll ins Kino kommen. Die Serie, die von Kritikern hoch gelobt, von den meisten Zuschauern zu Beginn der Ausstrahlung aber eher verschmäht wurde. Mittlerweile in Staffel 4 angekommen und inhaltlich vom Comedy- immer mehr ins Tragikfach gewechselt.
Die Verwertung rund um die Serie funktionierte schon immer, sei es mit Special Editions der DVD oder abstruseren Ausmaßen wie dem Stromberg-Wörterbuch. „Originellen“ Finanzierungsmöglichkeiten war man also von Beginn an nicht abgeneigt, den vorläufigen Höhepunkt fand man allerdings erst in der aktuellen Staffel, in der ein bekannter Milchreishersteller mehr als prominent innerhalb der Serie beworben wird. So sehr, dass dies einigen Unmut im Internet hervorruft.
Jetzt soll also ein Kinofilm her. Geldgeber haben in der Vergangenheit eher Abstand genommen von der Finanzierung eines solchen Projektes, also müssen andere Geldquellen erschlossen werden. Und so kommt es, dass (wohl auch durch den Erfolg von „Hotel Desire“ ) auf Crowdfounding zurückgegriffen wird. Eine Million Euro sollen so zusammenkommen, in Anteilspaketen à 50 Euro. Die Höchstsumme beträgt 1.000 Euro, wobei man sich durch sogenannte Filmpatenschaften noch eine größere Finanzierungsmöglichkeit für Firmen offen lässt. Hier kann man für schlappe 50.000 Euro sein Produkt oder (wie es im Infotext heißt) auch eine Privatperson, die örtliche Gemeinde oder den Taubenverein platzieren. Die Summe von 50.000 Euro dürfte hingegen dieser Annahmen aber wohl doch vermehrt große, zahlungskräftige Firmen ansprechen. Und das führt zu einem fahlen Beigeschmack.
Wer investiert, bekommt natürlich auch zurück. So gibt es für jedes verkaufte Kinoticket bis zum Einmillionsten Besucher  1 Euro, für jeden darüber hinaus 50 Cent. Bei einer Investition von 1.000 Euro und 1 Million Besuchern hat man also seinen Anteil wieder raus. Bei einer Investition von 1.000 Euro und 2 Millionen Besuchern streicht man  500 Euro Gewinn ein. 
Dass sich das Projekt trägt, dürfte durchaus realistisch sein. Heute Mittag (Stand: 16.11.2011, 13 Uhr) sind schon 104.000 Euro zusammen gekommen. Und wenn der Film dann tatsächlich ins Kino kommt, sollte auch ein Erfolg machbar sein. Frühzeitig hat man sich seine Fans zu aktiven Markenbotschaftern gemacht, die nicht nur mit dem Herz, sondern dann auch mit dem Geldbeutel mitfiebern und so bestimmt auch den ein oder anderen Freund zum Kinobesuch überreden.
Wer mehr wissen will, liest sich hier alle Details nochmal durch.