Sigur Rós, eine der künstlerisch anspruchsvollsten Bands der heutigen Zeit haben ihr erstes Live Album auf dem Markt. Was aber viel wichtiger ist: Auch eine Live-DVD.
Flimmerndes Bild, körnige Schwarz-Weiß Optik, unscharfe Bilder und viele Detailaufnahmen, die aufgrund des schlechten Lichts kaum mehr als Umrisse erkennen lassen. Und trotz bzw. gerade aufgrund dieser Tatsachen handelt es sich um eine der besten Konzert-DVDs, die es aktuell gibt. Wer dachte, dass die DVD Heima die wohl passendste Bildsprache für die Musik der Isländer darstellt, darf sich eines Besseren belehrt fühlen. Sigur Rós schaffen es den Besucher eintauchen zu lassen in eine Welt voller verzerrter Gitarren, aufheulender Streichinstrumente und großer Melodien. Die Bildsprache, die auf zwei parallel produzierten Konzertmitschnitten beruht, die beide ineinander geschnitten wurden, bedient sich dem technischen Stand der 60er Jahre und schafft hiermit eine atmosphärische Dichte, wie sie nur selten zu erleben ist.
Von einer Live-DVD zu sprechen, ist eigentlich grundlegend falsch. Während die meisten aller Konzert-DVDs mit enormen technischen Aufwand versuchen das Konzerterlebnis auch für die Zuschauer auf dem heimischen Sofa erlebbar zu machen, was natürlich meistens misslingt, geht „Inni“ einen anderen Weg. Die live eingespielte Musik, beziehungsweise die Tonspur des Konzertes wird gekonnt unter die künstlerischen (Live-) Bilder gelegt. Einen Eindruck kann man sich in folgendem Trailer machen.
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